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  Stolpersteine München
Luisen-Gymnasium

CHRONIK der Stolpersteine in München

09.02.2010

Der von Dr. Michael Bärmann (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) in den Bezirksausschuss 3 Maxvorstadt eingebrachte Antrag, der Verlegung zweier Stolpersteine für homosexuelle Opfer in der Arcisstraße und in der Richard-Wagner-Straße zuzustimmen, wird mehrheitlich abgelehnt. Nur die Grüne Fraktion stimmt geschlossen für den Antrag. Zur Begründung der Ablehnung wird behauptet, dass dem Bezirksausschuss nicht das Recht auf Entscheidung zustehe. Dr. Bärmann kündigt an, diese Behauptung juristisch überprüfen zu lassen.

09.12.2009

Der Gemeinderat von Gröbenzell bei München lehnt die Verlegung eines Stolpersteins für den in Auschwitz ermordeten Kurt Schroeter in der Bahnhofstraße unter Verweis auf die Begründungen der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Dr. h.c. Charlotte Knobloch ab. Bürgermeister Dieter Rubenbauer (CSU) erklärt dazu: "Ich widersetze mich nicht der moralischen Autorität von Frau Knobloch." Allein der Vorsitzende der SPD-Fraktion Michael Schrodi, der den Antrag einbrachte, beharrt in der Abstimmung bei seiner Position. Er weist vergeblich darauf hin, dass es in der Kultusgemeinde auch andere Meinungen als die von Frau Knobloch gibt.

15.11.2009

Im Namen ihrer Fraktion "Bündnis 90/Die Grünen" im Bezirksausschuss 12 Schwabing-Freimann bringt Rozsika Farkas den Antrag zur Verlegung von Stolpersteinen für zwei jüdische Opfer in der Leopoldstraße ein. Der Bezirksausschuss spricht sich am 24. November mit Mehrheit für den Antrag aus. Dieser wird nun dem Direktorium des Münchner Stadtrates unter Leitung von Oberbürgermeister Christian Ude zugeleitet.

12.11.2009

Auf Einladung der Stadtversammlung der Münchner Grünen erläutert Reiner Bernstein die Arbeit des Vereins nach dem Verbot der Stadt vom Juni 2004, "Stolpersteine" auf öffentlichem Grund zu verlegen. Die Stadtversammlung beschließt einstimmig bei einer Enthaltung einen Antrag mit dem Ziel, im Stadtrat für die Aufhebung des Verbots zu werben.

9.11.2009

Der Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Salomon Korn, berichtet mit warmen Worten aus Anlass des Gedenkens an den 9. November 1938 in Frankfurt am Main, dass er jeden Morgen auf dem Weg zur Synagoge an "Stolpersteinen" vorübergehe. Dazu fragt er, wie lange noch Zeitzeugen für Berichte und Auskünfte über das NS-Terrorregime zur Verfügung stehen.

8.11.2009

Bei der Verleihung des Georg-Elser-Preises an Beate Klarfeld durch die Geschwister-Scholl-Stiftung erhält der Laudator, Altbürgermeister Dr. Klaus Hahnzog, viel Beifall aus dem Publikum, als er auf die "Stolpersteine" als Ausdruck des stadtbürgerlichen Willens hinweist, in München an die Opfer des NS-Terrorregimes angemessen zu erinnern.

November 2009

Wunibald Heigl bedauert in seinem Beitrag "Warum München so anders ist..." in der November-Ausgabe der Zeitschrift DDS der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Bayern, die beschämenden Reaktionen der Stadt auf die Bemühungen von Schülerinnen und Schülern in Klassenprojekten, das Schicksal von ermordeten jüdischen Münchnern in der NS-Zeit zu recherchieren.

05.10.2009

Unter großer öffentlicher Beteiligung ehrt der Verein drei politische Opfer des Nazi-Regimes, Antonia Pfülf, Hermann Frieb und Walter Klingenbeck, für die im Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten "Stolpersteine" verlegt sind. Dr. Andreas Heusler vom Münchner Stadtarchiv und Klaus Bäumler, langjähriger Vorsitzender des Bezirksausschusses Maxvorstadt, untersuchen in ihren Reden Chancen und Risiken des politischen Widerstandes in der ehemaligen "Hauptstadt der Bewegung" und beleuchten die Biographien der drei Ermordeten.

23.08.2009

Bei der Gedenkfeier für homosexuelle Opfer des Naziregimes im ehemaligen KZ Buchenwald wird auf die Gesamtzahl von 10 000 Ermordeten hingewiesen.

25.07.2009

Die Initiative Stolpersteine für München e.V. beteiligt sich am Sommerfeierabend Daiserstrasse in Sendling.

21.07.2009

Offener Brief an OB Ude

18.–19.07.2009

Der Stand der Initiative Stolpersteine für München e.V. auf dem Corso Leopold stößt bei den Münchener Bürgern auf reges Interesse.

17.05.2009

Gunter Demnig verlegt 13 Stolpersteine auf Privatgrund in der Haydnstraße und in der Kyreinstraße

16.05.2009

Bundesweites Treffen der Stolperstein-Initiativen in München

26.04.2009

Gunter Demnig wird für das Projekt Stolpersteine mit dem Erich-Mühsam-Preis ausgezeichnet

16.02.2009

Mitgliederversammlung des Vereins Initiative Stolpersteine für München e.V.

14.01.2009

Präsentation von 2 Stolpersteinen für die Schwestern Laura Dobriner und Henriette Drey bei Geigenbauer Zens, Arcisstr. 57 im Schaufenster

04.12.2008

Am 4. Dezember 2008 erhielt in Anwesenheit der früheren bayerischen Sozialministerin Christa Stewens die letzte noch lebende Angehörige der "Weißen Rose", Dr. Marie-Luise Schultze-Jahn, im Kloster Benediktbeuren die "Isar-Loisach-Medaille". Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ehrte damit ihre jahrzehntelange Zeitzeugenarbeit in Schulen und in der Erwachsenenbildung. Die mehr als 400 Gäste der Feier dankten der Jubilarin mit lang anhaltendem Beifall. Frau Dr. Schultze-Jahn unterstützt seit Anbeginn mit Rat und Tat den Verein "Initiative Stolpersteine für München".

12.08.2008

Gunter Demnig verlegt wieder "Stolpersteine" in München in der Schwabinger Viktor-Scheffel-Straße 14 und 16 für vier Opfer des Naziregimes . (auf Privatgrund, wir sind in München!)

Juli 2008

Präsentation eines STOLPERSTEINS für Selma Sonder in der Werkstatt-Galerie von Frau Tappeiner-Trebbin, Zentnerstraße

Juli 2008

Beim Filmfestival in Locarno wird der Dokumentarfilm "Stolperstein" von Dörte Franke gezeigt.

Kinostart ist am 06.11.08.

23.05.2008

Gunter Demnig wird in Berlin von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und Justizministerin Brigitte Zypries mit dem Preis
"Botschafter für Demokratie und Toleranz" geehrt

16.02.2008

11.00 Uhr: Empfang und Gespräch an der Stolperstein-Installation im Vorraum der Münchner Hochschule für Musik und Theater, Archisstraße, mit Frau Prof. Anita Leocádia Prestes (Brasilien) aus Anlass der Ehrung ihrer von den Nazis ermordeten Mutter Olga Benario. Die Ehrung findet am 11.2.2008 in der Seidlvilla statt.

10.12.2007

Gründung des Vereins „Initiative Stolpersteine für München e.V.“. Die Namen der Vorstandsmitglieder finden Sie in der Rubrik „Kontakt“.

03.12.2007

Gunter Demnig erhält in Köln den "Giesbert-Lewin-Preis für Völkerverständigung und Toleranz"

01.09.2007

Gunter Demnig verlegt den ersten STOLPERSTEIN seit dem Verbot durch die Stadt München - auf Privatgrund, Viktor-Scheffel-Str. 19.
Presse und Publikum waren zahlreich vertreten.

09.01.2007

3. Installation: U-Bahn-Galerie des BA Maxvorstadt:
Gesichter von damals - Nachbarn aus der Maxvorstadt
Installation von Peter Weismann zu dem Projekt STOLPERSTEINE von Gunter Demnig

21.02.2006

2. Installation:
Ausstellung "Ort und Erinnerung - Nationalsozialismus in München" im Architekturmuseum in der Pinakothek der Moderne in München. Dabei bekommen die STOLPERSTEINE einen ruhmvollen Platz

20.11.2005

STOLPERSTEINE und Gedenkkultur sind Thema beim Kulturfrühstück des Kulturforum West in der Galerie Pich in München-Pasing.

04.10.2005

Bundesverdienstkreuz für Gunter Demnig

Empfang der Initiative STOLPERSTEINE in München in der Hochschule für Musik und Theater 'zu Ehren von Gunter Demnig

31.08.2005

Eröffnung der 1. Installation - STOLPERSTEINE auf dem Weg in den Öffentlichen Raum 'in der Hochschule für musik und Theater, München, Arcisstraße, im ehemaligen "Führerbau" 'Dazu mehrere Presseartikel und ein Bericht im Bayerischen Rundfunk

05.04.2005

symbolische Verlegung von Stolpersteinen für das Ehepaar Goldlust in der Herzog-Max-Str. 4. Pate der Steine ist ein Neffe von Frau Goldlust, Prof. Hans-Dieter Klein, Wien. In einem Brief hält er seine Erinnerungen fest.

19.03.2005

Politisches Samstagsgebet in der Evangelischen Studentengemeinde/TU in München. Reiner Bernstein spricht über über das Veständnis von Geschichte.

23.02.2005

Vortrag von Richard Chaim Schneider zum Thema "Gedenkkultur in München" bei einer SPD-Veranstaltung im Kolpinghaus in München

17.02.2005

Amelie Fried, Autorin und Fernsehmoderatorin, verlegt in einem symbolischen Akt STOLPERSTEINE in der Frundsbergstraße für ihre Verwandten, die dort wohnten und nach Auschwitz deportiert worden sind. Sie protestierte damit gegen das Verbot des Stadtrats.

25.01.2005

German Jewish History Award für Gunter Demnig

15.12.2004

In ihrer Rede bei einer Feier anlässlich des Chanukka-Festes an der Baustelle des Jüdischen Zentrums am Jakobsplatz spricht sich Charlotte Knobloch, die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München, ausführlich gegen die STOLPERSTEINE aus und bezeichnet die Initiatoren der STOLPERSTEINE als "Gedenktäter"

09.12.2004

Podiumsdiskussion auf Einladung der Petra-Kelly-Stiftung.
Teilnehmer   Presse   Vortrag von Judith Bernstein

11.11.2004

Podiumsdiskussion auf Einladung der Initiativgruppe Stolpersteine für München.
Teilnehmer   Presse   Ansprache von Dr. Reiner Bernstein   Grußwort von Josef Bierbichler

28.07.2004

Podiumsdiskussion der SPD-Ortsgruppe Schwabing/Freimann zum Thema Stolpersteine - der CSU-Stadtrat Herr Marian Offmann stellt sich der Diskussion.

26.07.2004

Veranstaltung im Luisengymnasium (die vom Lehrer Wunibald Heigl eingeladenen Stadträte von SPD, CSU, FDP, Grüne erscheinen nicht).

02.07.2004

Stand der Schüler des Luisengymnasiums mit Unterschriftensammlung, die das Ziel hat den Stadtrat zu bewegen, den Beschluss zu überdenken.

29.06.2004

Treffen der wesentlich erweiterten Initiative. Die Annonce hat viel Zuspruch bewirkt, so dass Veranstaltungen in Erwägung gezogen werden.

23.06.2004

Anzeige in der SZ (bundesweit) mit 169 Unterschriften

16.06.2004

Die Stadtratssitzung beginnt um 8:30 Uhr; der Tagesordnungspunkt "Stolpersteine" wird erst Nachmittags verhandelt.

17:00: nach Stellungnahmen der jeweiligen Fraktionssprecher und des Bürgermeisters wird mit nur wenigen Gegenstimmen das Projekt Stolpersteine für München abgelehnt - wie sich am nächsten Tag herausstellt wurden unmittelbar nach Beschlussfassung die Steine aus dem Gehsteig vor dem Haus Mauerkircherstraße 13 herausgebrochen.

15.06.2004

Treffen der Initiative, an dem beschlossen wird, im Fall eines abschlägigen Stadtratsbeschlusses in der SZ eine Annonce zu schalten, in der inhaltlich und durch die Zahl der Unterschriften zum Ausdruck kommen soll, dass die Stolpersteine von vielen Münchnern erwünscht sind.

14.06.2004

Der Ältestenrat berät über die Stolpersteine und gibt das Thema an den Stadtrat weiter.

13.06.2004

Die Initiative erhält Zuwachs.

05.06.2004

Die Stadträte Marian Offmann und Richard Quaas (beide CSU) fordern Stadtratsbeschluss zu den Stolpersteinen (Notiz in der SZ)

25.05.2004

10:00 Uhr: Verlegung der Stolpersteine für Siegfried und Paula Jordan in den Gehsteig vor dem Haus Mauerkircherstraße 13 durch Gunter Demnig. Neben den Initiatoren sind Angehörige der Deportierten, die Schulklasse des Luisengymnasiums und Passanten aus der Nachbarschaft dabei sowie Rundfunk (BR) und Presse (SZ und dpa). [Fotos davon] Interview mit Peter Hess in der SZ - Bericht in der Rubrik "Nahaufnahme" in Bayern2Radio

20.04.2004

Zweites Treffen, man einigt sich auf den Namen "STOLPERSTEINE München". Die Verlegung von 2 Steinen in der Mauerkircherstraße ist vereinbart, der Termin im Mai steht schon fest; Gunter Demnig erhält die für die Steine notwendigen Daten.

04.04.2004

Brief von Peter Hess an OB Ude, in dem er ohne Nennung des Datums die Verlegung der ersten Steine ankündigt.

19.02.2004

Erstes Treffen zum Thema Stolpersteine mit Ioana Cisek, Wolfram Kastner und Peter Weismann. (Quasi Gründungstreffen der Initiative)

10.02.2004

Frau Knobloch antwortet Peter Hess und bittet um Verständnis für ihre Ablehnung der Stolpersteine, da sie "es nicht ertragen kann, dass Stiefel und Schuhe auf Namen von Opfern des Naziregimes herumtreten" und glaubt "dass es doch andere Möglichkeiten geben sollte, sich derer zu erinnern, die zum großen Teil durch Stiefel und ähnliches gedemütigt und verletzt wurden."

02.02.2004

Gunter Demnig und Peter Hess kommen nach München, wo Demnig auf Einladung der VHS München Ost am Richard-Strauss-Platz seinen Werdegang, die Entstehung des Stolpersteinprojekts und den Stand des Projektes ausführlich darlegt.

Nach Ende des Vortrags äußern einige Bürger ihr Interesse Stolpersteine zu verlegen. Zum Teil werden konkret Namen und Orte genannt. Die 85-jährige Nichte eines deportierten und ermordeten Ehepaars äußert ganz entschieden ihre Absicht, auch vor dem Mikrophon des Bayerischen Rundfunk (BR). Die Schülerinnen Anya Deubel und Lucia Hundt vom Luisen-Gymnasium sind mit ihrem Lehrer auch da und knüpfen die Kontakte, die für ihr Stolperstein-Projekt maßgebend sein werden.

14.01.2004

Peter Hess schreibt an Frau Knobloch, die erste Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde, stellt das Projekt vor und bittet Frau Knobloch ihre ablehnende Haltung zu überdenken.

09.01.2004

OB Christian Ude versendet den Brief, mit dem bis auf weiteres jedes Schreiben zum Thema von Seiten der Stadt beantwortet werden wird.

12.12.2003

"Ein überfälliges Denkmal" - Artikel zum "Biographischen Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945" in der SZ - dabei wird nochmals auf die ablehnende Haltung der Stadt und der Israelitischen Kultusgemeinde hingewiesen.

05.11.2003

"Straucheln über die eigene Geschichte" - Artikel in der SZ über die Bedeutung der Stolpersteine für eine Hamburgerin, in dem auch die Haltung der Stadt München kommentiert wird.

18.10.2003

Peter Hess bedauert in einem Brief an den OB Ude, dass die Stadt die Stolpersteine ablehnt und berichtet von Reaktionen bei der Verlegung in anderen Städten und von Briefen und Anrufen aus dem Münchner Raum, die von dem regen Interesse an den Stolpersteine zeugen.

23. und 25. 07.2003

Antworten des Oberbürgermeisters auf den Brief Peter Hess' und Konzept von Peter Weismann, in denen auf die negative Empfehlung des Ältestenrats hingewiesen wird und die Pläne der Stadt München aufgelistet bzw. erwähnt werden.

26.06.2003

Der Ältestenrat befasst sich mit dem Thema "Stolpersteine" und empfiehlt der Stadt München dieses Projekt nicht zu verwirklichen, "da die Stadt München im letzten Jahr mehrere Beschlüsse zum Thema 'Geschichte und Erinnern im öffentlichen Raum' gefasst hat und hier andere Wege gehen will".

07.06.2003

"Der Erinnerer" - Artikel in der Süddeutschen Zeitung über Gunter Demnig und sein Projekt

31.05.2003

Peter Weismann erarbeitet ein Konzept zur Einbeziehung der Stolpersteine in München. Er legt es dem Oberbürgermeister vor.

02.03.2003

Erster Kontaktversuch im Auftrag des Künstlers mit einem Brief von Peter Hess, dem Unterstützer der Stolperstein-Aktion in Hamburg und Projektbegleiter über Hamburg hinaus, an OB Christian Ude, in dem er darum bittet das Projekt in München vorstellen zu dürfen.