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Stolpersteine in München

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Evangelischer Pressedienst epv-online - EPD Bayern Meldung 051164

Noch stolpert keiner über die Erinnerung

Ausstellung der Aktion "Stolpersteine" in München


Kunstvoll gestaltete "Stolpersteine" im Pflaster sollen an Opfer der Nazis erinnern. Was in 96 deutschen Städten bereits passiert, wird in München vom Stadtrat noch abgeblockt. Jetzt will die Aktion "Stolpersteine" die kleinen Messingplatten in Ausstellungen zeigen. 20 werden ab 31. August im Foyer der Hochschule für Musik und Theater in München zu sehen sein. "Vom Gelände der Hochschule - dem ehemaligen Führerbau - ging die nationalsozialistische Hetzjagd, die Ausplünderung und Ermordung von Opfern in allen Teilen Europas aus", sagt Reiner Bernstein von der Initiative.

Im Juni 2004 hatte der Stadtrat die Verlegung der Stolpersteine in München untersagt. Die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München, Charlotte Knobloch, hatte erklärt, sie könne "es nicht ertragen, dass Stiefel und Schuhe auf Namen von Opfern des Naziregimes herumtreten". Seither bemüht sich die Initiative um neue Gespräche mit der Stadt. "Ungewöhnlich viele Menschen aus unterschiedlichen Bereichen drücken ihr Unverständnis über das Verbot aus", sagt Reiner Bernstein.

Wer sich engagieren möchte, kann die Patenschaft für einen Stolperstein übernehmen. Die Schüler des Münchner Luisengymnasiums machen bereits bei der Aktion mit. In München seien die Namen von über 3.000 Juden bekannt, die von Nazi-Schergen deportiert und ermordet wurden, sagt Bernstein. Einen Teil von ihnen will man aus der Anonymität heraus reißen und Stolpersteine vor ihren ehemaligen Häusern anbringen.

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