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Stolpersteine in München

Süddeutsche Zeitung vom 12.04.2005

Karlsruher Stolpersteine

München zeigt Flagge / SZ vom 15. März / Leserzuschrift


Im Gegensatz zur Stadt München, die sich seit geraumer Zeit gegen die Verlegung von Stolpersteinen wehrt, hat die Stadt Karlsruhe meine Anfrage, zwei Stolpersteine für von den Nazis ermordete Verwandte verlegen zu dürfen, sehr aufgeschlossen behandelt. Am 18. März konnten elf Stolpersteine in Gegenwart von Vertretern der jüdischen Gemeinde, der Stadt Karlsruhe, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Schülern der Drais-Realschule und der Kirchengemeinde St, Konrad verlegt werden. Der Kölner Künstler Günter Demnig wurde dabei tatkräftig vom Tiefbauamt der Stadt Karlsruhe unterstützt.

Karlsruhe ist die 75. Stadt in Deutschland, in der Stolpersteine verlegt wurden, mehr als 5000 Verlegestellen gibt es inzwischen in Deutschland. Über die Stolpersteine sollen die Bürger nur optisch stolpern. Die Geburts- und Todesdaten sind so klein in die zehn mal zehn Zentimeter großen Messing-Platten eingraviert, dass sich der Lesende unwillkürlich verbeugen muss.

Gerade München, als die Stadt Deutschlands, von der das ganze Unglück ausging, hätte alle Veranlassung, sich ein Beispiel an der Toleranz anderer deutscher Städte zu nehmen.

Roswitha Keller, Günzburg

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