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Stolpersteine in München

SZ vom 06.06.2004

CSU-Stadträte fordern Stolperstein-Beschluss



Die beiden CSU-Stadträte Marian Offman und Richard Quaas wollen, dass der Stadtrat über die Zulässigkeit der "Stolpersteine" diskutiert und auch darüber entscheidet, ob sie genehmigt werden. Wie berichtet, hat der Ältestenrat des Stadtrats das Projekt des Künstlers Gunter Demnig abgelehnt, der an die Opfer des Holocausts dadurch erinnern will, dass er deren Namen in kleine Messing platten eingraviert und ins Pflaster einzementiert. Nach Ansicht der beiden CSU-Stadträte sind die Stolper-steine ein ungeeignetes Mittel zum Gedenken. Schließlich könnten Neonazis den Straßenschmutz ihrer Springerstiefel auf diesen Steinen abstreifen. Wer die Geschichte kenne, dem dränge sich auch das Bild von den Juden auf, die von den Nazis gezwungen wurden, den Bürger-steig mit Zahnbürsten zu reinigen. Nachdem der Künstler nun die ersten Stolpersteine in München in das Pflaster zementiert habe, müsse der Stadtrat über dieses Projekt und über Alternativen entscheiden. Ein solcher Beschluss wäre auch eine gute Grundlage für das Handeln der Verwaltung.

bn

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