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Stolpersteine in München

STOLPERSTEINE auf dem Weg
in den öffentlichen Raum in München
Zweite INSTALLATION im Architekturmuseum

Ort und Erinnerung - Nationalsozialismus in München


Architektur-Museum der technischen Universität München
in der Pinakothek der Moderne

Ausstellung vom 22. Feb. bis 28. Mai 2006
tägl. außer Mo von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Do u.Fr bis 20 Uhr.

Die Ausstellung dokumentiert den Umgang mit dem Nationalsozialismus in München,
damals und heute. Dabei spielen auch die STOLPERSTEINE eine Rolle.

Eröffnung der Ausstellung am 21. Feb. um 19 Uhr
durch Prof. Winfried Nerdinger und Prof. Richard Bauer
mit einer Einführung von Klaus von Dohnanyi


Bericht von der Eröffnung der Ausstellung

Die Ausstellungseröffnung entwickelte sich spontan zu einer Kundgebung für die Verlegung der Kunstwerke "Stolpersteine" des Kölner Künstlers Gunter Demnig.

Nach einleitenden Worten von Professor Winfried Nerdinger übernahm der ehemalige Erste Bürgermeister Hamburgs, Klaus von Dohnanyi, als Festredner das Wort.

In seinem Beitrag schlug er einen weiten Bogen der einen festen Punkt hatte, die Beziehung seiner Familie mit dem Widerstand gegen die NAZI-Diktatur und die Bedeutung der Erinnerungsarbeit.

Sein Vater Hans von Dohnanyi gehörte zum Kreis der Widerständler des 20. Juli 1944 und wurde dafür im Frühjahr 1945 ermordet.

Er erinnerte sich an sein Studium im kriegszerstörten München der späten 40er Jahre. Dabei wies er auf eine ihm besonders in Erinnerung gebliebene Kulturveranstaltung im ehemaligen "Haus der deutschen Kunst", die wenige Jahre nach dem Holocaust von der jüdischen Gemeinde Münchens organisiert worden war.

Dohnanyi erzählte von seinen Spaziergängen durch Hamburger Straßen und die Bedeutung von Hinweistafeln an Häusern, die Aufklärung über das Schicksal von Bewohnern während der NAZI-Herrschaft geben.

An dieser Stelle seines Vortrags wandte er sich an den anwesenden Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde München, Mariam Offman, und erklärte, dass er eine Verlegung von "Stolpersteinen" des Kölner Künstlers Gunter Demnig auch in München für wichtig und sinnvoll halte.

Hierauf setzte langer Applaus durch die mehrere hundert anwesenden Gäste ein. Es war der einzige Applaus während der Rede von Klaus von Dohnanyi.

Neben der Darstellung des Umgangs der Stadt München mit den "Stolpersteinen" in der Ausstellung wurde durch diesen Applaus der Wunsch vieler Münchener nach einer Verlegung der Gedenkplaketten in der ehemaligen "Hauptstadt der Bewegung" unterstrichen.

Der KZ-Überlebende Werner Grube und Nazi-Opfer Klaus von Dohnanyi unterstützen beide die Verlegung von "Stolpersteinen" in München



Ort und Erinnerung - Nationalsozialismus in München

22.02.2006 - 28.05.2006

Architekturmuseum der Technischen Universität München in der Pinakothek der Moderne

http://www.architekturmuseum.de/orte_in_muenchen/

Keine andere deutsche Stadt war derartig mit dem Nationalsozialismus verbunden wie München. Hier gelang Adolf Hitler durch die Unterstützung zahlreicher Personen, Vereinigungen und Institutionen der Aufstieg vom ausgemusterten Gefreiten und Armeespitzel zum "Führer" der größten Partei Deutschlands. Hier wurden NSDAP, SA und SS gegründet, und im Milieu Münchens formten sich entscheidende Elemente der NS-Doktrin. Die 1935 verliehene Bezeichnung "Hauptstadt der Bewegung" verweist auf diese Bedeutung, weshalb in München auch wichtige Parteizentralen sowie die Verwaltung von Mitgliedern und Finanzen der Partei untergebracht wurden.

In der Ausstellung, die das Architekturmuseum der TU München zusammen mit dem Stadtarchiv München erarbeitet, werden die wichtigsten Orte, die mit dem Nationalsozialismus in München verknüpft waren, im Stadtgefüge sichtbar gemacht und erläutert, die Topographie des Terrors und das Netzwerk der Verbrechen, das sich über München gelegt hatte, werden aufgezeigt. Ausstellung und Katalog sollen einen weiteren Anstoß zur Einrichtung des seit langem diskutierten NS-Dokumentationszentrums in München geben.

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