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Stolpersteine in München

STOLPERSTEINE auf dem Weg
in den öffentlichen Raum in München
Erste INSTALLATION im "Führerbau"

Prof. Dr. Hans-Dieter Klein, Universität Wien

Richard Hönigswalds Münchner Schicksal


Vortrag

Donnerstag, 8. Dezember 2005, 19.00 Uhr

Hochschule für Musik und Theater München, im Senatszimmer Arcisstraße 12, München,

U2/U3 Königsplatz, Tram 27 Karolinenplatz

Eintritt frei

Eine Veranstaltung der „Initiative STOLPERSTEINE  München


[Bilder von der Veranstaltung]

Professor Hans-Dieter Klein sprach über das Münchner Schicksal und über die Philosopie von Professor Richard Hönigswald. Vor dem Vortrag las er im Foyer der Hochschule für Musik und Theater, an der "Ersten INSTALLATION der STOLPERSTEINE" einen Kaddisch.


Dr. phil., o. Professor Hans-Dieter Klein

o. Professor der Philosophie an der Universität Wien
Mitglied des Senats der Universität Wien
Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften,
wirkliches Mitglied der philosophisch-historischen Klasse

[siehe auch der Brief von Professor Klein an Werner Grube]



Richard Hönigswald

Lebenslauf

Geboren am 18. Juli 1875 in Ung.-Altenburg (Magyar-Óvár, ht. Mosonmagyaróvár)
Studium der Medizin in Wien (Promotion 1902) und der
Philosophie in Halle (Riehl) und Graz (Meinong)
1904 Promotion in Halle
1906 Habilitation in Breslau
1916 ao. Prof. für Philosophie, Psychologie und Pädagogik in Breslau
1919 o. Prof. in Breslau
1930 o. Prof. in München
1933 Zwangspensionierung
1938 KZ Dachau
1939 Emigration in die Vereinigten Staaten
Gestorben am 11. Juni 1947 in New Haven (Conn.)

Richard Hönigswald war einer der bedeutendsten deutschen Philosophen des 20. Jahrhunderts. Geboren 1875 in Altenburg (West-Ungarn), entstammte er einer jüdischen Familie und gehörte im weiteren Sinne dem Neukantianismus an. Vor seiner Berufung nach München im Jahr 1930 lehrte Hönigswald seit 1916 in Breslau. 1933 wurde er aus „rassischen“ Gründen zwangspensioniert.

Bei dieser Entscheidung leistete ein skandalöses Gutachten Martin Heideggers, bei dessen Amtseinführung im selben Jahr an der Universität Freiburg auf seinen Wunsch hin das „Horst-Wessel-Lied“ gesungen wurde, wesentliche Schützenhilfe für die Nazis. Hönigswald wurde kurze Zeit im KZ Dachau eingesperrt, bevor ihm 1939 die Emigration in die USA gelang, wo er 1947 in New Haven (Connecticut) starb. Dagegen erlebte Heidegger nach dem Zweiten Weltkrieg eine glänzende Wirkungsgeschichte.

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